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Regel 12 · Handspiel

Handspiel im Fußball: Wann Hand- oder Armkontakt ein Vergehen ist

Praxisguide zur Handspielregel: absichtliches Handspiel, Armhaltung, zufälliger Kontakt, Spielfortsetzung und Karten.

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Nicht jeder Hand- oder Armkontakt ist Handspiel

Die Regeln bestrafen nicht jede Berührung des Balls mit Hand oder Arm. Für die Beurteilung liegt die obere Grenze des Arms auf Höhe der Unterkante der Achselhöhle. Entscheidend sind Aktion und Armhaltung, nicht allein der Kontakt.

Absichtliches Handspiel und unnatürliche Körpervergrößerung

Ein Handspielvergehen liegt vor, wenn ein Spieler den Ball absichtlich mit Hand oder Arm berührt, etwa indem er Hand oder Arm zum Ball bewegt. Es ist auch ein Vergehen, wenn die Armhaltung den Körper unnatürlich vergrößert und diese Haltung für die jeweilige Bewegung nicht Folge oder nachvollziehbar ist.

Zufälliger Kontakt und Tore

Zufälliger Hand- oder Armkontakt ist nicht automatisch strafbar. Ein Spieler darf jedoch nicht direkt mit Hand oder Arm ein Tor erzielen; auch ein unmittelbar vor dem Tor erfolgter Handkontakt des Torschützen macht den Treffer ungültig, selbst wenn er unbeabsichtigt war. Andere zufällige Kontakte werden nach den normalen Kriterien bewertet.

Spielfortsetzung, Strafstoß und Karten

Handspiel wird grundsätzlich mit direktem Freistoß geahndet, im eigenen Strafraum eines Verteidigers mit Strafstoß. Der Torhüter begeht innerhalb des eigenen Strafraums kein Handspielvergehen, wobei andere Torhüter-Beschränkungen gelten können. Handspiel bedeutet nicht automatisch Gelb oder Rot; die persönliche Strafe hängt von den Umständen ab.

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