Regel 12 · Fouls und Karten
Fouls und Karten im Fußball: Gelb, Rot und Disziplinarstrafen
Ein praktischer Leitfaden zu Regel 12: wie Fouls bewertet werden, wann ein Zweikampf ohne Karte bleibt, wann Gelb oder Rot folgt und wie Disziplinarstrafen mit der Spielfortsetzung zusammenhängen.
Fahrlässig, rücksichtslos und übermäßige Härte
Körperliche Vergehen wie Rempeln, Treten, Stoßen, Schlagen, Tackling oder Beinstellen können zu einem direkten Freistoß führen. Die IFAB unterscheidet die Art des Vergehens: fahrlässig erfordert keine Karte; rücksichtslos führt zu einer Verwarnung (Gelb); übermäßige Härte oder eine Gefährdung der Sicherheit des Gegners führt zum Feldverweis (Rot).
Häufige Gründe für eine Gelbe Karte
Verwarnungswürdige Vergehen sind unter anderem das Verzögern einer Spielfortsetzung, Protest durch Wort oder Handlung, unerlaubtes Betreten, Wiederbetreten oder absichtliches Verlassen des Spielfelds, das Nichteinhalten des vorgeschriebenen Abstands, wiederholte Vergehen und unsportliches Betragen. Zwei getrennte Verwarnungen bedeuten Gelb-Gelb und anschließend Rot.
Wann eine Rote Karte gezeigt wird
Zu den feldverweiswürdigen Vergehen zählen grobes Foulspiel, Tätlichkeit, Spucken oder Beißen, bestimmte DOGSO-Vergehen, beleidigende oder missbräuchliche Sprache beziehungsweise Handlungen sowie eine zweite Verwarnung im selben Spiel. Die genaue Sanktion richtet sich nach der konkreten Situation gemäß Regel 12.
Karte und Spielfortsetzung sind getrennte Entscheidungen
Eine Disziplinarstrafe bestimmt nicht automatisch die Spielfortsetzung. Je nach Vergehen und danach, ob der Ball im Spiel war, kann es einen direkten Freistoß, Strafstoß, indirekten Freistoß oder die bereits vorgesehene Spielfortsetzung geben. Wird Vorteil gewährt, kann die Karte bei der nächsten Spielunterbrechung gezeigt werden, wenn die Regeln dies verlangen.