MMA
Fouls und verbotene Techniken im MMA: Was Kämpfer nicht tun dürfen
Praxisleitfaden zu den aktuellen ABC Unified Rules: illegale Angriffe, die Grounded-Opponent-Regel, Fouls am Käfig und an der Ausrüstung sowie das Vorgehen des Referees nach absichtlichen oder unbeabsichtigten Fouls.
Illegale Angriffe und geschützte Zielbereiche
Kopfstöße, Augenstiche, Beißen oder Spucken, Fish Hooking, Haareziehen, Piledriver auf Kopf oder Nacken, Schläge auf Wirbelsäule oder Hinterkopf, gezielte Angriffe auf die Kehle und Angriffe auf den Genitalbereich sind Fouls. Im Stand dürfen ausgestreckte Finger zudem nicht auf Gesicht oder Augen des Gegners gerichtet werden.
Grounded Opponent und illegale Kopfangriffe
Nach der aktuellen Regel gilt ein Kämpfer als grounded, wenn außer Händen oder Füßen ein anderer Körperteil die Matte berührt. Ein grounded Kämpfer darf nicht mit Knie oder Fuß gegen den Kopf getroffen und nicht gestampft werden. Ein legaler Wurf mit Bogenbewegung ist nicht allein deshalb ein Foul, weil der Kopf die Matte berührt.
Fouls am Käfig, an Handschuhen und im Verhalten
Ein Kämpfer darf sich vom Käfig abstoßen, ihn aber nicht mit Fingern oder Zehen greifen, um die Position zu kontrollieren. Auch das Festhalten gegnerischer Handschuhe oder Shorts, Manipulation kleiner Gelenke, Finger in Wunden oder Körperöffnungen, Angriffe nach der Glocke oder in einer Pause sowie Missachtung von Referee-Anweisungen sind Fouls.
Was der Referee nach einem Foul tut
Der Referee stoppt die Zeit, prüft die Sicherheit des gefoulten Kämpfers und entscheidet über Punktabzug oder Erholungszeit. Ein absichtliches Foul, das den Kampf beendet, kann zur Disqualifikation führen; geht der Kampf nach einer absichtlich verursachten Verletzung weiter, verlangen die aktuellen Regeln einen Abzug von zwei Punkten. Nach Augenstich oder Tiefschlag sind bis zu fünf Minuten Erholung möglich.