Formel 1
Wie aus dem Formel-1-Qualifying die Startaufstellung wird: Q1–Q3, Strafen und Boxengassenstart
Die Qualifying-Reihenfolge ist die Grundlage, aber nicht immer die endgültige Startaufstellung. Dieser Guide erklärt Klassifikation, Startplatzstrafen, nicht klassifizierte Fahrer, Rückzüge und Boxengassenstarts nach FIA-Regeln.
Das Qualifying bestimmt die Grundreihenfolge
Nach Q1, Q2 und Q3 veröffentlicht die FIA die Qualifying-Klassifikation. Die Rennaufstellung entsteht aus dieser Klassifikation und dem Grid-Verfahren. Ein Fahrer kann nicht klassifiziert sein, wenn die Q1-Hürde verfehlt wird, keine gültige Q1-Runde zustande kommt oder die Stewards ihn disqualifizieren; die weitere Teilnahme entscheiden die Stewards.
Startplatzstrafen werden nach dem Qualifying angewendet
Strafen können einen Fahrer von seiner Qualifying-Position verschieben. Bei bis zu 15 kumulierten, noch nicht verbüßten Startplätzen wird zunächst eine temporäre Position aus Qualifying plus Strafen berechnet. Bei mehr als 15 startet der Fahrer hinter den übrigen klassifizierten Fahrern, in Qualifying-Reihenfolge.
Ohne Qualifying, Rückzüge und Boxengassenstarts
Kann das Qualifying mit Zustimmung der Stewards nicht stattfinden, basiert die Rennaufstellung auf der Fahrer-WM-Wertung und dem Grid-Verfahren. Ist auch das nicht möglich, legen die Stewards die Aufstellung fest. Rückzüge vor dem finalen Grid können Lücken schließen; ein Auto, das die Startaufstellung nicht aus eigener Kraft erreicht, kann aus der Boxengasse starten müssen.
Das provisorische Grid ist noch nicht endgültig
Die provisorische Startaufstellung wird mindestens zwei Stunden vor der geplanten Einführungsrunde veröffentlicht, die endgültige eine Stunde vorher. Strafen, Rückzüge und Boxengassenstarts können die tatsächliche Reihenfolge also noch nach dem Qualifying verändern.