Formel 1
Parc fermé und technische Kontrolle in der Formel 1: Was nach dem Qualifying geändert werden darf
Parc fermé friert die Fahrzeugkonfiguration rund um das Qualifying weitgehend ein. Dieser Guide erklärt Beginn, erlaubte Arbeiten, FIA-Kontrollen und warum eine unerlaubte Setup-Änderung einen Start aus der Boxengasse auslösen kann.
Parc fermé beginnt mit der ersten Boxenausfahrt im Qualifying
Im Standardformat gilt parc fermé ab der ersten Ausfahrt aus der Boxengasse im Qualifying bis zum Rennstart. An Sprint-Wochenenden läuft ein entsprechender Zeitraum von der ersten Ausfahrt im Sprint Qualifying bis zum Sprint. Vor diesen Ausfahrten reicht das Team ein Fahrwerks-Setup-Blatt ein.
Automatisch erlaubt sind nur ausdrücklich gelistete Arbeiten
Ohne Zusatzgenehmigung sind nur Arbeiten aus Appendix B2 erlaubt, etwa Bearbeiten des Bremsreibmaterials, Entlüften der Bremsen, bestimmte Frontflügel-Verstellungen ohne Teile hinzuzufügen, zu entfernen oder zu ersetzen, das Abnehmen von Karosserieteilen für erlaubte Arbeiten, Reinigung und der Ersatz bestimmter Befestigungen oder Kabelbinder.
Reparaturen und FIA-Prüfungen bleiben kontrolliert
Arbeiten außerhalb der Liste brauchen nach schriftlichem Antrag die Zustimmung des Technical Delegate; Ersatzteile müssen grundsätzlich in Konstruktion entsprechen und bei Masse, Trägheit und Funktion ähnlich sein. Nach dem Qualifying kann die FIA Fahrzeuge für weitere Prüfungen auswählen; Scrutineers und Parc-Fermé-Kameras überwachen die Arbeiten.
Ein Parc-fermé-Verstoß kann einen Boxengassenstart bedeuten
Unter parc fermé dürfen Auto und Fahrwerks-Setup nicht unerlaubt verändert werden. Im Standardformat muss der betreffende Fahrer bei einem Verstoß aus der Boxengasse ins Rennen starten. Im Alternativformat entscheidet der Zeitpunkt des Verstoßes, ob dies für Sprint oder Rennen gilt.